Ich blick' mich um,
ich seh' nur Wald,
nur Schwarz rundum,
dunkel und kalt.
Es ist bei Weitem nicht so unfreundlich und karg wie es sich anfühlt, doch genau das, es fühlt sich so an. Obwohl wenige Schritte von hier Menschen sind — ich weiß es, ich komm von dort — gehe ich entgegengesetzt, weg, weiter ... Ich suche Freiheit, Freiheit vor allem vor mir. Ich fliehe statt mich zu stellen und verlaufe mich in Gedanken, im Wald.
Ich seh' mir einen Baum an, dessen Rinde, will ihn fühlen und begreifen, aber erfassen kann ich ihn nicht. Sein Alter ist mir egal, auch was er gesehen hat, aber ist irgendjemand, irgendwann genauso vor ihm gestanden und hat versucht ihn zu sehen? Ich nicht.
Dann geh' ich weiter und denke nicht, versuch' unbewusst (und darum irgendwie bewusster als mir lieb ist) Wege zu meiden. Es geht nicht, ich muss im Graben gehen, dort die Erde spüren. Gern wär ich jetzt barfuß, aber es ist zu kalt. Weich würd' ich mich jetzt schimpfen, doch dann müsste ich, um das Gegenteil zu beweisen, barfuß im Schlamm waten. Zu kalt!
Ich blick mich um,
ich seh' nur Wald,
nur Schwarz rundum,
dunkel und kalt.
12. September 2007
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1 Kommentar:
spürts der bauer kalt am schuh, steht er in der tiefkühltruh
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